Nofitti e.V. antidemokratisch? Wünscht sich der Berliner Verein einen totalitären...

Ist der Berliner Verein "Nofitti" antidemokratisch und wünscht sich einen totalitären Staat, der mal so richtig hart durchgreift?

2006-02-21

No Nofitti?

Es liegt in der Hand und in der Verantwortung jedes Einzelnen, etwas gegen diese Art der Propaganda zu tun, die mit Beschuldigungen und falschen Behauptungen ein Lügengebäude errichtet hat.

Um eins klarzustellen: Niemand fordert die Legalisierung der Bespühung von Flächen ohne Erlaubnis des Besitzers und schon heute werden Jugendliche Graffiti Sprüher vor Gericht aller härtestens bestraft, nicht selten mit bis zu zwei Jahren Haft.

Es geht darum, die Lügen und ideologischen Tendenzen der Anti-Graffiti-Propaganda zu entlarven und vernünftige Lösungswege zu entwickeln - gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen - nicht gegen sie!

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2 Kommentare:

Um 12/6/08 00:57, Anonymous Anonym sagte...

Ach, Schmierer sind Schmierer. Nennt das ganze Kunst und rebelliert feige gegen das sogenannte Establishment. In Wirklichkeit seid Ihr doch wirklich Sachbeschädiger höchsten Grades! Stellt Euch doch mal vor, irgendwer kommt daher und beschmiert Eure Wohnzimmerwand - ohne Euren Willen und ohne Euren Geschmack. Na toll... Also haltet Eure Backen still und hört auf so mädchenhaft herum zu labern, IHR seid die Dummen!

 
Um 12/6/08 11:30, Blogger Fu sagte...

1. "Beschmiert" niemand etwas. Das "Beschmieren" wäre das grossflächige Verreiben von Dreck oder Farbe auf einer Fläche.

2. Geht niemand daher und bemalt anderer Leute Wohnzimmerwände oder Autos (wird auch immer wieder gerne genannt als Beispiel). Im Grunde genommen wird fast ausschliesslich öffentliches Eigentum oder Flächen die in der Öffentlichkeit stehen bemalt.

3. Weiss ich nicht was "mädchenhaft" für eine Klassifizierung darstellen soll. Frauenfeindlich?

4. Kaum ein Writer nennt sich Künstler und das was er macht Kunst. Muss er aber auch gar nicht. Nicht die Tatsache dass etwas illegal ist bestimmt darüber ob es Kunst ist oder nicht.

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„Mit dem Graffiti bricht in einer Art von Aufstand der Zeichen das linguistische Ghetto in die Stadt ein. […] Insurrektion, Einbruch in das Urbane als Ort der Reproduktion und des Codes - auf dieser Ebene zählt nicht mehr das Kräfteverhältnis, denn das Spiel der Zeichen beruht nicht auf Kraft, sondern auf Differenz; vermittels der Differenz also muss es attackiert werden. […] Es genügen tausende mit Markers und Sprühdosen bewaffnete Jugendliche, um die urbane Signalethik durcheinanderzubringen, um die Ordnung der Zeichen zu stören.“

– Der Philosoph Jean Baudrillard: KOOL KILLER oder Der Aufstand der Zeichen

„Ich bin für eine Kunst, die etwas anderes tut, als auf ihrem Arsch im Museum zu sitzen. Ich bin für eine Kunst, die entsteht, ohne zu wissen, daß sie überhaupt Kunst ist, eine Kunst, die die Chance erhält, beim Nullpunkt zu beginnen. […] Ich bin für eine Kunst, die sich selbst in den alltäglichen Unsinn verwickelt und doch an seiner Spitze steht […] Ich bin für eine Kunst, die ihre Form direkt aus dem Leben bezieht […]“

– Ellen H. Johnson, Claes Oldenburg: Baltimore 1971, S. 16 f.

 

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